FeedWildeuschwert (slaw. Usti nad Orlici)
ErdkundeBrockhaus 1882

Wildeuschwert (slaw. Usti nad Orlici), Stadt in der Bezirkshauptmannschaft Landskron im östl. Böhmen, an einem Seitenbache der Stillen Adler, die zur Elbe geht, Station der Linien Geiersberg-W. der Ssterreichischen Nordwestbahn und Wien-Prag der Ssterreichisch-Ungarischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Bezirksgerichts und zählt (1880) 4127 CE. slaw. Zunge, welche Fabriken für Leinwand, Tuch, Seiden⸗ und Samtwaren unterhalten. Die Pfarrkirche, ein großes schönes Gebäude, stammt aus dem 18. Jahrh., wurde durch die Fürsten von Liechtenstein, die hier Grundherren waren, erbaut und ausgestattet. Die Befreiung der Stadt von diesem Unterthänigkeitsbande erfolgte 1795 durch einen mit dem Fürsten Alois Joseph von Liechtenstein abgeschlossenen Vertrage.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 638Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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