FeedWillibald
ReligionBrockhaus 1882

Willibald, Genosse des Bonifacius, geb. um 700 in England, verließ 720 mit seinem Vater und seinem Bruder Wunnibald die Heimat, machte eine längere Pilgerreise nach Palästina, kehrte 729 nach Monze. zurück und ließ sich als Mönch im Kloster Monte-Cassino nieder. Der Papst Gregor II. bestimmte ihn 739, seinem Bruder Wunnibald zu fol⸗ . der sich Bonifacius (s. d.) angeschlossen hatte. „begab sich infolge dessen nach Deutschland, wurde von Bonifacius 740 zum Presbyter und 741 zum Bischof geweiht und erhielt den Bischofssitz von Eichstätt, wo er, wie auch in Heidenheim ein Kloster gründete und für die Befestigung des Christentums erfolgreich thätig war. Hauptquelle für die Geschichte W.s ist die von einer heidenheimer Nonne verfaßte Vita Willibaldios, auch Hodoeporicumo genannteherausg. von Suttner, Eichst. 1857; deutsch von Brückl, Eicht. 1881), wichtig auch darum, weil die eigene Aufzeichnung W.s über seine Pilgerreise

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 663Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 10

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Religion 6