Windecken, Stadt in der preuß. Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hanau, in der Wetterau, links an der Nidder, Station (Heldenbergen-W.) der Linie Friedberg-Hanau der Preußischen Staatsbahnen, Sitz eines Amtsgerichts, zählt (1880) 1522 evang. E. und hat Glockengießerei und Feuerspritzenfabrikation. Der Ort hieß ursprünglich Detelheim oder Dezelheim und kam 1262 vom Stifte Bamberg an die Herrschaft Hanau; seitdem war Jahrhunderte hindurch die damals erbaute Burg Wonecke Sitz der Herren und spätern Grafen von Hanau. Im J. 1646 wurde W., das von den Kaiserlichen stark besetzt war, von den Schweden nach einer heftigen Beschießung erobert.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 678Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei