FeedWismutglanz oder Bismutin
NaturlehreBrockhaus 1882

Wismutglanz oder Bismutin, von der chem. Zusammensetzung Bi, S, mit 81,22 Proz. Wismut und 18,8 Proz. Schwefel, ist ein 1, wesche mit Antimonglanz isomorphes Mineral, welches lang säulenförmige bis nadelförmige, starklängsgestreifte Krystalle, auch körnig-blätterige oder strahlige Aggregate bildet, von der Härte 2—2,, dem spez. Gewicht 6,4 — 6,6, von licht bleigrauer, in das Zinnweiße geneigter Farbe, aber an der Luft bald gelblich oder bunt anlaufend. Die milden Krystalle haben eine vollkommene Spaltbarkeit nach dem Brachypinakoid. Salpetersäure löst das Erz rasch auf zu farbloser Solution unter Abscheidung von chwefel. Fundorte sind Johanngeorgenstadt und Altenberg im Erzgebirge, Redruth und Botallack-Mine in Cornwall, Riddarhytta in Schweden, Gruben des Banats, Illampugebirge in Brasilien. Wismutlegierungen. Von den Legierungen des Wismut mit andern Metallen sind namentlich die zu erwähnen, welche beim Zusammenschmelzen mit Blei und Zinn entstehen, und die sich durch ungemein leichte Schmelzbarkeit auszeichnen. Durch Leterum Kombination dieser Metalle kann man egierungen von fast beliebigen Schmelzpunkten von 68 C. aufwärts darstellen. (S. Newtons, Roses, Woods Metall.) Diese Legierungen haben in neuerer Zeit eine wichtige Verwendung als Alarmgeber bei zu Zu die Spannungen in Dampfkesseln gefunden. Zu diesem Behuf wird eine Platte einer Le-Danmpfeh deren Schmelzpunkt der Temperatur des ampfes bei der höchsten zulässigen Spannung entspricht, zwischen dem Kessel und einer Dampfpfeife eingeschaltet. Sobald die Spannung den gewünschten Grad überschreitet und der Dampf damit die Temperatur des Schmelzpunktes der Legierung annimmt, schmilzt die Platte und es kommt dann die Warnungspfeife zum Tönen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 702Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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