Wismuth, n., frz. bismuth, m., engl. bismuth, Gelbum, Aschblei (Miner.), wird gediegen in Granit u. Thonschiefer gefunden, außerdem oxydirt als Wismutherz (s. d.), Kieselwismuthre. Gediegener W. hat selten u. dann wenig deutliche Krystalle, die zum Tesseralsystem gehören; er erscheint öfter in Blechen und Blättchen, in krystallinischen Massen und eingesprengt; hat unebenen und kleinkörnigen Bruch, schmilzt vor dem Löthrohr auf Kohle sehr leicht u. verflüchtigt sich, ist in Salpetersäure lösbar und enthält Spuren von Arsenik. Ritzt Gipsspat, ist ritzbar durch Kalkspat; spröde, glänzt metallartig, Farbe silberweiß ins Röthliche, häufig bunt angelaufen, schmilzt bei 270, erstarrt bei 2426, indem es unter starker Volumenvermehrung in Würfeln und Oktaédern krystallisirt. Wird vom Wasser gar nicht verändert. Mit Zinn und Blei vermischt, schmilzt es schon bei 92e (1 Th. W., ½ Zinn u. /½ Blei). Um das W. von Arsen zu reinigen, glüht man es mit 2, bis 3% Zink eine Stunde lang stark. Damit das Zink nicht oxydirt, wird ein Stück Kohle in den Tiegel gelegt. Behufs Reinigung hält man das käufliche W. mit 5/ Salpeter eine Viertelstunde lang bei schwachem Feuer unter stetem Umrühren mit einem Thonpfeifenstiel in Fluß.