Wühlmaus (Hypudaeus s. Arvicola), eine zu der Familie der Mäuse gehörige, aus 50 Arten bestehende, in den kalten und gemäßigten Gegenden der Alten und Neuen Welt verbreitete Gattung, die den Typus einer Gruppe bildet und sich von den eigentlichen Mäusen (s. d.) besonders durch stumpfe Schnauze, kaum merkliche Ohren und kurzen Schwanz unterscheidet. Hierher gehören: die Wasserratte (U. amphibius), die in selbstgegrabenen Röhren am Ufer der Gewässer wohnt und außer Pflanzen auch Fische, kleine Vögel und Mäuse frißt; die Wurzelmaus (H. oeconomus), 8 bis 11 em groß, welche sich in ganz Sibirien sindet und durch ihre eingesammelten Wurzelvorräthe nützt, die von den Eingeborenen ausgegraben und verzehrt werden; die Alpenratte (H. alpinus) in der Nähe der Schneeregion in den Alpen; die Waldwühlmaus (H. glaceolus), oben braunrot, unten weiß; die ähnlich zweifarbige, aber auf dem Rücken schwärzliche Erdmaus (H. agrestis), und endlich die Feldmaus (H. arvalis), an Farbe und Größe der Hausmaus ähnlich und trotz ihrer Kleinheit an manchen Orten eine Landplage, da man kein Mittel kennt, durch welches ihre Scharen, die Feldfrüchten und Baumsaaten unermeßlichen Schaden zufügen, mit Sicherheit zu vertilgen sind. Nur nasse Jahre setzen ihrer Vermehrung Schranken, die in trockenen Sommern sogar Teuerung herbeiführen kann.