Wüllner (Adolf), Physiker, geb. 13. Juni 1835 zu Düsseldorf als Sohn des als Orientalisten bekannten Gymnasialdirektors Wüllner, studierte in Bonn, München und Berlin Physik und habilitierte sich 1858 an der Universität zu Marburg. Im Herbst 1862 übernahm er die Direktion der Provinzialgewerbeschule zu Aachen und wurde mit den Vorarbeiten für die Organisation der in Aachen zu gründenden polytechnischen Schule betraut. Im Herbst 1865 als Docent der Physik an die landwirtschaftliche Akademie zu Poppelsdorf berufen, docierte er gleichzeitig an der Universität Bonn und wurde im Jan. 1867 an derselben zum außerordentlichen Professor ernannt. Im J. 1870 wurde er Professor der Physik an der polytechnischen Schule, jetzt technischen Hochschule in Aachen. Als Physiker gehört W. wesentlich der experimentierenden Richtung an; seine Arbeiten sind mitgeteilt in Poggendorffs, beziehungsweise Wiedemanns «Annaleno seit 1858 und in den Berichten der Akademie der Wissenschaften zu München, deren korrespondierendes Mitglied er heit 187⁴4 ist. Das Hauptwerk Wis ist das «Lehrbuch der Experimentalphysiko (ursprünglich mit Zugrundelegung von Jamins „Physiks, 4. Aufl., 4 Bde., Lpz. in die Dioptrik des Auges» (Lpz. 1866) und ein „Kompendium der Physik (2 Bde., Lpz. 1879).