Zanuotti (Francesco Maria), ital. Dichter und Philosoph, geb. zu Bologna 6. Jan. 1692, wurde 17¹⁸ Proseior der Philosophie und Bibliothekar, 1723 Sekretär und 1766 Präsident der Universität daselbst. Er dichtete ital. und lat. Verse (Poesie volgari e latinen, Flor. 1734) und schrieb eine Theorie der Dichtkunst: »Dell' arte poetica (Bologna 1768; Negpel 1787). Seine Reden über die schönen Künste (Bologna 1750), die dialogische Abhandlung Della forza de' corpi che chiamano viva (Bologna 1752) und andere Schriften zeichnen sich durch Gedankenreichtum und Schönheit des Stils aus. In den Kommentarien der Akademie lieferte er eine Geschichte dieser Anstalt und eine Analyse aller derselben vorgelegten physik. mathem. Arbeiten. Er starb 24. Dez. 1777. Eine Auswahl seiner Werke erschien zu Mailand (2 Bde., 1818). Zanotti (Gi ovanni-Pietro Cavazzoni), ital. Kunsthistoriker, geb. 3. Okt. 1674 zu Paris und zu Bologna erzogen, verfaßte viele zur Kunstgeschichte Bolognas gehörige Schriften, so über Pellegrino Tibaldi, Niccold dell Abbate, Lod. Caracci u. a., 5510 mehrere poetische Arbeiten (Poesie, 3Bde., ologna 1741—45). Als Sekretär der Malerakademie in Bologna schrieb er die «Storia dell' accademia Clementina (2 Bde., Bologna 1739). Er starb 28. Sept. 1765. Eustachio 3., Sohn des vorigen, geb. 27. Nov. 1709 zu Bologna, gest. als Professor der Astronomie daselbst 15. Mai 1782, machte sich verdient durch eine Beobachtungen über die Kometen und über ie Gestalt der Erde, ingleichen durch optische und hydrometrische Versuche. Zaute ist die ital. Benennung der von den Griechen im Altertum wie in der Neuzeit Zak Wen hos genannten Insel, welche, gegenüber der Westküste der peloponnes. Landschaft Elis gelegen, zu den bedeutendsten in der Gruppe der westgriech. oder sog. Jonischen Inseln gehört. Im Altertum bildete diese von peloponnes. Achäern kolonisierte Insel einen selbständigen Freistaat, war eine Zeit lang Mitglied des athenischen Seebundes, kam später unter die Herrschaft der Macedonier, dann der Römer und teilte im Mittelalter und in der Neuzeit die Schicksale der übrigen Jonischen Inseln, mit denen sie 1864 dem Königreich Griechenland einverleibt wurde, in dem sie einen besondern Nomos (Kreis) bildet. Sie zählt (1879) auf 438 qkm 44522 E., die, mit Ausnahme von etwa 2000 Juden, Griechen sind. Der östlichere Teil besteht aus einer sehr fruchtbaren Ebene (der Z. seinen Beinamen afor di Levanten verdankt), die im Südosten durch den Berg Skopö (wahrscheinlich den Clatos der Alten) abgeschlossen wird. Der westlichere Teil wird meist von Hügeln eingenommen. Die Insel In nur einen Bach, und leidet Mangel an gutem rinkwasser. überall findet man Spuren unterirdischen Feuers, daher sie öfters von Erdbeben eimgesucht wird. Merkwürdig sind die schon von erodot erwähnten Quellen von Erdpech, welche ch nahe der Südwestküste der Insel bei Chieri, 15 km von der Hauptstadt, an drei bis vier Stellen einer sumpfigen Niederung in der Gestalt kleiner Teiche befinden. Die Ufer und der Grund sind nämlich stark mit Steinöl belegt, welches die Frühlingsgewässer auf die Oberfläche bringen und absetzen. Man sammelt jährlich gegen 100 t und ebraucht es zum Kalfatern der Schiffe. Trotz der Fruchtbarkeit des Bodens liefert die Insel nur auf ein Dritteil des Jahres ausreichendes Getreide für die Bewohner, da zwei Dritteile der Insel mit Reben bepflanzt sind. Jährlich werden 4000 t Wein gewonnen, 7—8 Mill. Pfd. Korinthen, die meist nach England gehen, etwa 55000 t. Olivenöl und große Mengen von Orangen und Citronen geerntet. Ferner treiben die Bewohner Baumwollspinnerei, Weberei, Liqueurbrennerei und Handel. Die Hauptstadt Zante, mit 16250 E., der Sitz eines letr. Erzbischofs und eines röm.⸗kath. Bischofs, liegt an der Stelle der alten Stadt Zakynthos, am Fuße eines Berges, auf welchem das von den Venetianern erbaute Fort mit ausgedehnten Dafen wit Leuc sich befindet; sie hat einen sichern afen mit Leuchtturm, ein Quarantänehaus, zahlreiche Kirchen, darunter die kath. Kathedrale und die riech. Kirche des heil. Dionys, des Schutzheiligen der Iusel, mit dessen Leichnam und vielen schönen Gemälden. Vgl. Riemann, Z., Cérigos (Par. 1880).