FeedZepharovich (Victor, Ritter von)
NaturlehreBrockhaus 1882

Zepharovich (Victor, Ritter von), Mineralog, geb. zu Wien 13. April 1830, absolvierte den Kurs am montanistischen Museum in Wien, sodann die Bergakademie zu Schemnitz. Von 1852 bis 1857 an der Geologischen Reichsanstalt zu Wien, beteiligte er sich an den Aufnahmen in Böhmen und wurde 1857 ord. H der Mineralogie an der Universität Krakau. Nach Polonisierung dieser Hochschule 1861 an die grazer Universität versetzt, folgte er 1864 einem Rufe an die Universität Prag, wo 1880 ein mineralog. Institut errichtet wurde. Seine sehr wertvollen mineralogischen und kry-Publttalonen d Arbeiten sind vornehmlich in den ublikationen der Geologischen Reichsanstalt, der wiener Akademie der Wissenschaften, deren wirkliches Mitglied er ist, sowie in der „Zeitschrift für Krystallographie v enthalten. Die österr. Mineralvorkommnisse gelangten zum ersten mal in seinem reicho (2 Bde., Wien 1859 u. 1873) zur zusammenfassenden Beschreibung. ephyr (griech. Zephyros, lat. Zephyrus), ein kühler und angenehmer Wind, der Westwind, der im Sommer schwüles Wetter, im Frühling warme, den Pflanzen günstige Tage herbeiführt. Nach der Mythologie der Griechen war Z. ein Sohn des Asträos und der Eos. Mit der Harpyie Podarge erzeugte er die schnellen Rosse des Achilles, Xanthos und Balios. WeSLoves, von Hyacinthus (s.d.), war er Ursache seines Todes, indem er des Apollon Wurfscheibe nach dessen Kopfe fliegen ließ. Auch gab man ihm die Chloris (die Flora bei den Römern) zur Gemahlin. Am Denkmal des Andronikos Kyrrhestes — then ist er fast nackt dargestellt, nur mit einem Mantel um die Hüften, in dessen Bausche Blumen liegen. Bei den Römern findet man ihn unter demselben Namen wieder, aber auch einen einheimischen, dem griechischen Z. entsprechenden Windgott, Favonius. [Musselin). Baphyre ein feines Baumwollgewebe (s. unter locker gezwirnte, weiche Kammgarne, die in allen Farben zur Stickerei dienen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 897Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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