Zephyrs wurden im Volksmunde in Frankreich zuerst die Mannschaften der Disciplinarkompagnien in Algerien genannt, später wurde aber der Name auch den Mannschaften der Bataillone leichter afrik. Infanterie beigelegt. [Gesteine. er 8. . bilde, s. unter Klastische erbi, Insel, soviel wie Dscherba. erbst, Kreisftadt im Herzogtum Anhalt, früher Hauptstadt des Fürstentums Anhalt-Zerbst, 18 Km im Nordwesten von Dessau, an der Nuthe, Station der Linie Magdeburg-Dessau-Leipzig der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Amtsgerichts, einer Kreisdirektion, einer Superintendentur und zählt (1885) 15072 meist prot. E. Das schöne, 1681 — 1750 erbaute Schloß diente bis 1793 als Conversations-Lexikon. 13. Aufl. XVI. Residenz. Seit 1872 ist im Schloß das herzogl. Haus⸗ und Staatsarchiv für ganz Anhalt (mit Urtunden von 941 an). Außer vier prot. Kirchen besitzt die Stadt eine kath. Kapelle und eine Synagoge. In dem aus dem 12. Jahrh. stammenden, 1480 mit schönen Backsteingiebeln verzierten und 1610 erweiterten Rathaus befindet sich eine Pergamentbibel von 1541 mit Malereien von Lukas Cranach. Auf dem ansehnlichen Marktplatz mit alten Giebelhäusern stehen eine Rolandsäule seit dem 14. Jahrh. und die Butterjungfer, ein messingenes Standbild auf einer Holzsäule. Anstatt der frühern Wälle führen jetzt Promenaden um die ganze Stadt. Von Unterrichtsanstalten besitzt 3. ein Gymnasium und Real-Progymnasium (Francisceum) mit Pädagogium für 30 Pensionäre (in dem um 1250 erbauten got. Barfüßerkloster), eine höhere Töchterschule, eine Mädchenschule, eine obere und untere Burgerschule, eine Gewerbeschule. Das Frauenkloster von 1214 ist jetzt eine der beiden Infanteriekasernen, das Augustinerkloster von 1390 seit 1525 städtisches Hospital. Die Stadt hat Fabriken für Gold⸗ und Silberwaren, Schirmstöcke, Seife, Stärke, Sprit, Chemikalien, Wagen, ferner Eisengießereien und viele Bierbrauereien. Letztere liefern das altberühmte Zerbster Bitterbier, das weithin versandt wird. Bedeutend ist der Gemüsebau im Stadtteil eder Ankuhnv. Z. ist ein sehr alter Ort, der 949 dem Sprengel des brandenburger Bistums zugewiesen wurde, seit 1197 Eigentum und Residenz der edeln Herren von Z. aus Alsleben a. S. (seit 1253 unter brandenburg. Oberlehnsherrlichkeit) war. Im J. 1264 kam die Herrschaft in Besitz der edeln Herren von Barby, 1307 an das Haus Anhalt. Nach dem Tode des letzten Fürsten von Anhalt-Zerbst, Friedrich August (gest. 3. März 1793), wurden die zerbstischen Lande 28. Dez. 1797 an die drei andern Linien verteilt, wobei die Stadt Z. an Anhalt-Dessau kam.