Zimmermann (Joh. Georg, Ritter von), philos. Schriftsteller, geb. zu Brugg im Kanton Bern 8. Dez. 1728, studierte in Göttingen Medizin. Nachdem er Stadtphysikus zu Brugg gewesen, kam er 1768 als großbrit. Leibarzt mit dem Titel eines Hofrats nach Hannover. Sein Aufenthalt in Brugg, wo er in der Abgeschiedenheit seine Schriften verfaßte, hatte den Keim zur Hypochondrie in ihm entwickelt, welche ihn dann nie wieder verließ. Seine Werke alber die Einsamkeite (Zür. 1755; gänzlich umgearbeitet, 4 Bde., Lpz. 1784 —85) und Vom Nationalstolze (Zür. 1758; neue Aufl. 1789) sind in dieser Hinsicht, sowie von seiten der tiefen und originellen Gedanken Goniderlert und wurden fast in alle lebenden Sprachen übersetzt. Nicht mindern Ruhm erwarb ihm seine Schrift Von der Erfahrung in der Arzneiwissenschafte (2 Bde., Zür. 1764; neue Aufl. 1787). Friedrich d. Gr. berief ihn in seiner letzten Krankheit. Dies veranlaßte Z. zu Schriften über diesen Monarchen (z. B. aliber Friedrich d. Gr. und meine Unterredung mit ihm kurz vor seinem Toder, Lpz. 1788; Fragmente über Friedrich d. Gr.v, 3 Bde., Lpz. 1790, u. s. w.), die nicht zu des Verfassers Ruhm beitrugen. Am heftigsten trat damals Bahrdt gegen ihn auf, worauf das Pasquill Dr. Bahrdt mit der eisernen Stirn erschien, welches Z. rächen sollte, seine Ruhe aber Wichmumn störte. Er starb 7. Okt. 1795. Vgl. ichmann, 43.3 Krankengeschichte (Hannov. 1786), 3.8 Briefe an einige seiner Freunde in der Schweizo (Aarau 1830); Bodemann, «Johann Georg 3.v (Hannov. 1878).