Zimmermann (Joh. von), der Begründer des deutschen und besonders des sächs. Werkzeug-Maschinenbaues, geb. 27. März 1820 zu Papa in Unarn, bildete sich vraktisch zuerst in den Werkstätten eines Vaters und eines Verwandten in Großwardein im Bau von Turmuhren und landwirtschaftlichen Maschinen und besuchte daneben eine Zeichen schule. Innerhalb der nächsten acht Jahre arbeitete er in mehrern Fabriken in Wien, München und Chemnitz und errichtete gemeinsam mit einem Fachenossen 1844 eine Fabrik zur Herstellung von Cyindern für Spinnmaschinen, sowie feinerer Maschinenteile. Im J. 1848 trennte er sich von seinem Kompagnon; von 1854 an verlegte er sich auf den Bau von Werkzeugmaschinen. In der Folge gelang es ihm, den auf diesem Gebiet bis dahin unerreichten Engländern den Rang abzulaufen. Im J. 1858 lieferte seine Fabrik 4700, 1870 bereits 60200 Ctr. Maschinen: im letztgenannten Jahre beschäftigte dieselbe circa w1000 Arbeiter. Insbesondere gebührt Z. das Verdienst, zuerst den Bau von Holzbearbeitungsmaschinen in Deutschland gepflegt und in großem Umfang betrieben zu haben. Nach dem Deutsch-Französischen Kriege von 1870 und 1871 errichtete er außer einer Eisengießerei ein besonderes Etablissement für Holzbearbeitungsmaschinen, und übergab das zu großartiger Ausdehnung heranewachsene Ganze als Chemnitzer Werkzeug-Maschinenjabril⸗ einer Aktiengesellschaft, deren Generaldirektor er wurde. Infolge der von ihm angestrebten Förderung der Industrie Ungarns und seiner Unterstützung der gewerblichen Anstalten seines Heimatlandes wurde er vom Kaiser von Osterreich in den erblichen Adelsstand erhoben. Z. lebt gegenwärtig in Berlin.