FeedZöllner (Karl Friedr.)
MusikBrockhaus 1882

Zöllner (Karl Friedr.), verdienter deutscher Männergesangs-Komponist, geb. 17. März 1800 in dem weimar. Dorfe Mittelhausen, wo sein Vater Kantor war, besuchte die Schule zu Eisleben und kam in seinem 14. Jahre auf die Thomasschule zu Leipzig. Hier entwickelte sich sein musikalisches Talent unter Schichts Leitung; doch bezog er die Universität, um sich dem Studium der Theologie zu widmen. Noch als Student erhielt er indessen 1820 eine Anstellung als Gesanglehrer an der leipziger Ratsfreischule, entsagte endlich 1822 der Theologie und wandte sich ganz der Tonkunst zu. In der Folge erhielt er an verschiedenen leipziger Schulen Singlehrerstellen, zuletzt an der Thomasschule. Er starb zu Leipzig 25. Sept. 1860. 3.s Männerquartette (Müllerliedere, Zigeunerv etc.) machten seinen Namen populär. Nach seinem Tode bildete sich aus verschiedenen Gesangvereinen ein Zöllnerbund, auf dessen Betrieb ihm auch im Rosenthal bei Leipzig 1868 ein Denkmal errichtet wurde.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 938Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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