Beiza, hebr. Mäß, / des Logs, ungeführ E 3½ Par. Kubikzoll oder 0,66 J. dant, m., engl. mordant, nennt man die in den verschiedenen Gewerben und zu den verschiedensten Zwecken angewendeten Flüssigkeiten von sehr manchfaltigen Eigenschaften; im allgemeinen sind es Lösungen saurer, salziger oder anderer Natur, welche dazu dienen, andere, feste Substanzen, mit denen man dieselben behandelt, zu Aufnahme der Farben vorzubereiten oder zu Bindung der Farben durch einen gewissen chemischen Vorgang beizutragen. Auch nennt man Beize z. B. die saure Lohbrühe, welche in der Gerberei Verwendung findet; ferner eine saure Flüssigkeit, die man zum Versilbern od. Vergolden von Metallgegenständen aller Art gebraucht. Als Bin werden DELBSERG O Universitatsbiblio Auflösungen von Quecksilber⸗, Silber-od. Bleisalzen verwendet, um Horn, Häre, Holz etc. dunkler zu fürben; man nennt Abkochungen von Farbhölzern oder Salzen zum Zweck der oberflächlichen Färbung der Hölzer Holzbeizen. Ebenso nennt man Beizen (mordants) alle die Flüssigkeiten, gewöhnlich salzartiger Natur, welche dazu dienen, Farben durch chemische Affinität aufden verschiedenen Arten v. Spinnfasern u. Geweben zu befestigen. Wir geben hier einige Vorschriften zu Bin, geordnet nach der Materie der zu beizenden Gegenstände. Bei der Wahl unter diesen kann nur Erfahrung, auf Versuche begründet, einen sichern Wegweiser bieten. A. Holzbeizen. Es ist natürlich, daß die verschiedenen Holzarten sich nicht auf dieselbe Weise gleich schön u. dauerhaft beizen lassen. Die Wahl der Holzarten, die man einer