färben, trs. 3. Veränderungen mit einem Körper vornehmen, damit seine Oberfläche Lichtstrahlen von bestimmter Brechbarkeit in unser Auge sendet. Man kann zu diesem Zweck 1. den Gegenstand mit einem von Natur gefärbten Körper überziehen, frz. olorer, engl. to colour, wozu eine Menge mineralischer oder vegetabilischer Färbstoffe brauchbar sind. —2. Die Oberflächeeines Körpers chemisch so verändern, frz.teindre; engl. tostaint, todye, daß man durch die Operation einen Körper von bestimmter Farbe erhält. Es folgen im Nachstehenden einige Rezepte, nach den zu färbenden Materialien geordnet. Näheres s. unter Anlassen, Anlaufen, Aestrich, Beize, Bronzirung, Farbe. A. Färben der Metalle, wie Gelbbrennen und Weißsieden des Messings, Schwarzfürben des Zinks etc., s. unter den versch. Metallen sowie d. Art. Vergolden u. Versilbern. B. Fürben des Holzes ohne Unsichtbarmachung der Jahrringe. Hinsichtlich der sind die Holzarten sehr verschieden: Zum Schwarzfärben nimmt man meist das Holz des Birnbaums, der Stechpalme und der Buche; um blau, grün, roth od. dergleichen zu färben, eignet sich am besten astfreie Stechpalme u. s. w. Man lege die F baten e zuerst in ein Gefäß mit reinem Wasser, in welchem sie vier oder fünf Tage lang bleiben. Hierauf lasse man sie ungefähr 12 Stunden lang trocknen ehe sie in das Farbebad kommen; zu rothen etc. Farben, die mit Scheidewasserversetz sind, werden am zweckmäßigsten verzinnte od. messingene, zu den grünen hingegen kupferne, u. zu den schwarzen eiserne Kessel genommen. — 1. Schwarz zu fürben in einen kupfernen Kessel thue man 3 Kg. geschältes Blauholz und so viele Fourniere, als der Kessel bequem aufnehmen Wane. fülle denselben mit Wasser und erhalte n gegen 3 Stunden lang in gelindem Wohenalsdann setze man 250 g. gepulverten Grünspan, 250 Eisenvitriol und 125 g. zerkleinerte Galläpfel zu, wobei man das verdunstende Wasser immer durch Essig ersetzt. Die Fourniere lasse man Kglic 2 Stunden gelind kochen, bis man findet, daß sie von der Farbe gänzlich durchdrungen sind, s. übrigens Beize A. m. 35 u. flg. — 2. Blau. In weiches Wasser werfe man unter beständigem Umrühren Stücke ungelöschten Kalkes, lasse denselben setzen u. gieße die klare Flüssigkeit ab. Auf je 5 . dieser Flüssigkeit nehme man 60 — 70g. Lackmus, gieße die warme Flüssigkeit über die Fourniere und l lasse sie so lange darin, bis die Farbe das Holz gehörig durchdrungen hat; s. übrigens Beize A. b., 1—5. — 3. Gelb. a) Mattgelb. 2kg. Berberitzenwurzel werwandle man in feine Späne u bringe dieselben in eine kupferne oder messingene Pfanne; nachdem man 18 J. Wasser eingetragen hat, setze man 120 g. Kurkume zu, lege so viele Fourniere in die Pfanne, als von der Flüssigkeit bedeckt werden, koche sie drei Stunden lang und wende sie öfters um. Nachdem s⸗ sie kalt geworden sind, setze man 60 g. Scheidewasser zu. b)Einfe uvigeres Gelb ergeben 2 kg. gelbe Beeren auf 4½ J. Wasser, wenn man zuerst darin die Fourniere kocht. Vorher wird in 1 . Scheidewasser 120 g. gekörntes Zinn und Salmiak unter Schütteln gelöst. Nach 2—3 Tagen wird diese Lösung der Beerenaufkochung zugesetzt u. die Fourniere noch 2 Stunden darin gelassen; s. übr. d. Art. Beize 27.—34. — 4. Grüne Beize auf Holg⸗ Man verfahre wie bei 3a u. b; aber statt Scheidewasser zuzusetzen, oder eine Zinnsolution, setze man schwefelsauren Indigo zu, u. zwar in solcher Quantität, bis die gewünschte Farbe zum Vorschein kommt, s. übr. Art. Beize 49— 52. — 5. Roth. a) Feuriges Roth. Zu 18 J. Wass er nehme man kg. echte Brasilienspäne, lege die Fourniere in die Flüf sigkeit und koche sie 3 Stunden lang, setze alsdann 66g. Scheidewasser zu und erhalhe die Flüssigkeit lauwarm. — b) Purpurroth. In 1 kg. geschältem Blauholz, 250 g. Brasilienspänen u. 18 J. Wasser kocht man wenigstens 3 Stunden lang die Fourniere, alsdann setzt man 180 g. Perlasche und 66 g. Alaun zu und kocht die Fourniere täglich 2 oder 3 Stunden, bis man findet, daß die Farbe durchgedrungen ist, s. übr. Beize A. 13 — 26. — 6. Gran. a) Silbergrau. Man fülle einen gußeisernen Topf von 2 — 30 J. Hohlraum mit rostigen Nägeln, setze 4½ Essig u. 9 l. Wasser zu und koche diese Mischung. Dann bringe man die nicht zu trockenen Fourniere in den Kessel, begieße sie mit der Eisenbeize, setze alsdann noch 500 g. geschältes Blauholz und 66 g. zerstoßene Galläpfel zu, mache dann einen andern Topf doll Eisenbeize siedend, um den Kessel damit zu speisen, wobei man die Fourniere bedeckt erhält und sie täglich 2 Stunden lang kocht. b) Eine anderegraue Farbe. In ein Gefäß bringt man eine Quantitüt Eisenspäne u. besprengt sie von Zeit zu Zeit mit verdünnter Salzsäure, bis sie dick mit Rost bedeckt sind; auf je 3 kg. gebe man alsdann 4½ J. Wasser, in welcher 66 g. Saltartari aufgelöst worden sind, und bringe alsdann die Fourniere in den Kessel und bedecke sie mit dieser Flüssigkeit, in welcher man sie 2 od. 3 Stunden lang kochen läßt. Auf je 1 . der Färbeflüssigkeit setzt man alsdann 28 g. Eisenvitriol zu u. unterhält eine mäßige Temperatur, bis die Farbe durchgedrungen ist; s. übr. d. Art. Beize 58—60. — 7. Ueber das Beizen des Holzes mit anderen