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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Bister, m., frz. bistre, m., engl. bister, brauner Lo Jod, chemischBraun. 1. Vegetabilischersister, eine aus Glar ruß zubereitete tiefbraune Farbe, in dem Verhalten Benutzung zwischen Saft- und Erdfarben stehend, häu ins Gelbliche schießend, als Lasurfarbe brauchbar; b or-wird der römische B. gesucht. Man sammelt die kompaktesten u. gleichförmigen Stücke von Glanzruß, pulverisirt en u. siebt sie fein; auf dieses Pulver gießt man reines Wasser, et. rührt es mit einem Glasstäbchen anhaltend um, läßt es pt einige Zeit stehen, schüttet die überstehende Flüssigkeit — in ein anderes Glas und fährt so einige Male fort. Man an erhält so mehrere Sorten von immer steigender Feinheit; n., der erste u. zweite Absatz ist nicht brauchbar; die späteren Is⸗ werden jeder für sich auf Papierfiltern gesammelt, mit sie Gummi od. Lakritzensaft angerieben, zu Täfelchen geformt u. getrocknet. Den schönsten B. erhält man aus dem Ruß ack, des trockenen Buchenholzes, nie aber darf man Steinnz⸗ kohlen⸗ oder Torfruß dazu verarbeiten. Da der aus Holzbei ruß bereitete B.aber gern Feuchtigkeit aus der Atmosphäre fig anzieht, die damit ausgeführten Malereien also stets feucht bes. bleiben, so ist 2. der sogenannte mineralische Bister beliebter. Sitätsbibliothek Heidelberg DFC Zubereitung: man gießt eine Auflösung von Aetzkali in eine dergleichen von schwefelsaurem Mangan, wodurch ein schmutzigweißer Niederschlag entsteht, der etwas ins Rosenrothe spielt; diesen wäscht man so lange, bis er eine schöne braune Farbe zeigt, läßt ihn abtropfen und dann trocknen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 389Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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