
Banzen verbunden sind. In Ermangelung durchlaufender Balken werden dieselben in den einzelnen Lagen abwechselnd, am besten an Stellen, wo sie von den Zangen umfaßt werden, gestoßen und durch Bolzen und Bänder unter sich verbunden. Die oberen Tramen nehmen die Querschwellen und diese die Fahrbahn der Straße oder Eisenbahn auf; die bogenförmigen Theile der Tragrippen erhalten, durch thek Heidelberg TCDFC je zwei, einige der Radialzangen umfassende, wägerechte [r Zangen ihre Querverbindung. 6. Die Bohlenbogen bestehen entweder aus hochkantig E gestellten und mit versetzten Stoßfugen auf einander geschraubten oder aus, nach dem Emy'schen System flach aufe einander gelegten, gebogenen Bohlen. Die in Fig. 971 bis f 973 dargestellte Eisenbahnbrücke über die Murg bei Ra-n statt mit 5 Oeffnungen von beinahe 12 m. Spannweite besitzt 4starke, aus je vier Bohlen von 06 m. Dicke u. zusammen 0, m. Höhe bestehende Tragbogen, welche die aufe Fig. 971. Längenschnitt. Fig. 972. Langschwellen ruhenden Fahrschienen direkt u. 2schwächere Stirnbogen, welche die Bankette aufnehmen und deren je drei Kurvenbalken durch Zwischenklötze getrennt sind. Die kühnsten Bohlenbogen nach dem Emy'schen System zeigen einige Viadukte der Neweastle-Tynemouth-Eisenbahn, s. Fig. 862, welche fast Halbkreise bis zu 38 m. Spannweite bilden und deren Bogenzwickel mittels eines Systems gerader, unten radial zu den Bogen u. oben lothrecht gestellter Spreizen gehörig aufgesteift sind. Die nach demselben System konstruirten Bogen der B. über die Seine zwischen Paris und St. Germain, s. Fig. 861, mit 3 Oeffnungen von je 31, m. Spannweite, besitzen eine Höhe von 120 cm. und bestehen aus 15 Bohlenlagen mit versetzten Fugen, welche an den Innenseiten getheert, mit 4 cm. starken eisernen Nägeln auf einander genagelt u. durch eiserne Umschließungsbänder auf einander gepreßt sind, durch welche die zur Querverbindung der Bogen dienenden schmiedeeisernen Querstangen mit eingeschalteten gußeisernen Stemm⸗ arer röhren hindurchgehen. Die größte, von Brown in der Eriebahn ausgeführte Bogensprengwerkbrücke von 275engl. Spannweite u. 45,/ engl. Pfeilhöhe besitzt 4 Tragrippen aus je Fig. 975. 3 zwei konzentrischen Bogen, die durch radiale, sich bis zur Brückenbahn fortsetzende Zangen und dazwischen eingeschaltete Holzkreuze verbunden sind, während die Bogenzwickel durch ein System senkrechter Pfosten und wägrechter Riegel, welche von jenen Zangen umschlossen werden, tüchtig ausgesteift sind. e) Die Hängewerkbrücken unterscheiden sich von den Sprengwerkbrücken, bei welchen die Brückenbahn auf den Tragrippen ruht, hauptsächlich dadurch, daß die Brückenbahn an denselben aufgehängt ist. Sie besitzen daher meist nur 2 Tragwände zu beiden Seiten der Brückenbahn, während die Träger ähnliche Anordnung zeigen wie beim Sprengwerk. aa) Die Hängewerke aus geraden Balken sind entweder einfache, wennsie ein Par Streben mit einer Hängesäule, s. Fig. 974, oder zusammengesetzte, wenn sie zwei od. mehrere Päre von Streben mit den zugehörigen Spannriegeln u. Hängesäulen besitzen. Der Druck, welchen diese Träger auf ihre Unterlagen ausüben, ist in beiden Fällen ein lothrechter. Ansicht. Fig. 973. Querschnitt. ingwerkbrücke mit Bohlenbogen. ) Die Hängewerkbrücke mit einer Hängesäule, s. Fig. 974, ist für Spannweiten von 6—8 m. anwendbar und erhält bei einem Neigungswinkel von etwa 220 der Streben bb eine Brüstungshöhe von etwa 1½ — 1, m. Die Hängesäule e nimmt mittels eines Hängeeisens einen Unterzug auf, worauf die Straßenträger a mit der aus Bohlen oder aus Bohlen mit Beschotterung bestehenden Brückenbahn ruhen. 6) Die Hängewerkbrücken mit zwei Hängesäulen, s. Fig. 975 978, erhalten bei der angegebenen Brüstungs-Fig. 974. Einsäulige Hängewerkbrücke. zweisäulige Hängewerkbrücke. Fig. 976. höhe eine Spannweite von 10—14 m., wobei die Länge der Endfelder in dem Verhältnis von etwa 7: 8 7 zu dem Mittelfeld zu wählen ist, um die Streckbalken und die auf den beiden Unterzügen ruhenden Straßenträger möglichst gleichzeitig zu beanspruchen. Um einer einseitigen Senkung der Träger bei unsymmetrischenBelastungen vorzubeugen, sind zwischen die Hängesäulen, nach Fig. 977, Gegenstreben einzuschalten, welche durch Zapfen u. Versatzung mit den Hängesäulen verbunden u. an ihrer Kreuzungsstelle halb überblattet sind. Zu Verstärkung der Verbindung der Hauptstreben mit den Streckbalken werden bisweilen Sattelhölzer unter die letzteren gelegt und mit beiden durch schräge Bolzen verbunden, s. Fig. 977 und 978. den und mehr als zwei Hängesäulen werden bei Spannweiten von mehr als 12 m. nöthig, wobei man ein Hängewerk miteiner Hängesäule od. mit zwei Hängesäulen in ein Hängewerk mit zwei weiter entfernten Hängesäulen einschaltet, s. Fig. 852. Liegen, was am zweckmäßigsten erscheint, alle Streben u. Spannriegel in derselben Flucht, so werden die Hängesäulen doppelt und so angeordnet, daß die Streben und Spannriegel an allen Punkten, wo sie sich treffen, fest umschließen und überdies unter einander verdübelt sind. Bei bedeutenderer Länge u. abnehmender Nei⸗⸗ gung der Streben werden dieselben verdoppelt und selbst verzahnt oder besser verdübelt u. verbolzt; über den Stützpunkten dagegen, wo mehrere Strebenfüße zusammentreffen, um die Streckbalken nicht zu sehr zu verschwächen, in bes. Sattelhölzer oder besser gußeiserne Schuhe eingesetzt. i 5) Erreichen die Tragwände dieser zusammengesetzten IEIOELSERG O Oniversitatsbiblio solche Höhe, daß der Verkehr zwischen u. kann, so werden dieselben, zu Erhönicht selten mit Da chern versehen, deren Hängewerkträgern ruhen, s. Fig. 855.




