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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Fürberröthe, Färberwurzel, Krapp, k. frz. garance, f., engl. madder, 1. gemeine F. (Rubia tinctorum L., Fam. Rubiaceae), krautartige Pflanze von 0,3—1 m. Höhe, mitfleischiger Wurzel, rauhem Stengel, quirlförmig stehenden Blättern u. unansehnlichen, kleinen gelblichen Blüten; ursprünglich in Kleinasien und am Kaukasus einheimisch, aber in Frankreich, den Niederlanden und mehreren Gegenden Deutschlands kultivirt. Dietechnisch wichtige Wurzel ist braunroth u. enthält zwei im Handel vorkommende Farbstoffe: Garanzin und Kolorin. Diese dienen zum Rothfärben und zu Darstellung des Krapplackes. Außer der gemeinen F. dienen andere Arten derselben Gattung zu gleichem Zweck, so 2. die levantinische F. (K. peregrina L.), auch Alizari gen.; 3. die bengalische (R. Munjista Roxb.); 4. dieschmalblätterige (K.angustifolia R.) in Portugal; 5. R. chilensis Mol. u. R. Relbun Schlechtd. in Chili, R. corymbosa D. C. in Peru, R. hypocarpia D. O. in Westindien, R. cordata Thbg. in Japan u. R. Iucida L. in Südeuropa.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 293Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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