FeedFärberwaid
Handwerk & GewerbeBau-Lexikon 1881

Färberwaid, Waid, m., frz. vouede, gusde, f.,engl. voad, pastel (Isatis tinctoria, L., Fam. Kreuzblümler), deutscher Indigo, Pastel, wurde vorzüglich vor Einführung des Indigo in großem Mäßstab gebaut, z. B. in Thüringen, wo mehrere Städte danach die Waidstädte hießen. Die Blätter der Pflanze werden gesammelt, zu Kugeln geballt und zum Blaufärben in den Handel gebracht. Gleichen blauen Farbestoff liefern die verwandten Arten: wilder W. (J. campestris Stev.) in Podolien u. Südrußland; orientalischer W. (I. Orientalis L.) u. der Indigo-W. (I. indigota Lindl.) in China.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 294Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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