Jaharro, m., span., Abputz, Berapp; jabarrar, putzen, berappen. Zahr, u., frz., année, f., engl. year, lat. annus. Die Zeit zwischen zwei Nachtgleichen, nach deren Ablauf die Sonne wieder in dieselben Himmelszeichen tritt, beträgt 365 mittlere Sonnentage 5 Stunden 48 Minuten 47,3 Sekunden; es heißt dies ein tropisches Jahr u. ist von befonderer Wichtigkeit, da sich die Jahreszeiten nach demselben richten. Ein siderisches J. ist die Umlaufszeit, bis die Sonne wieder zu demselben Fixstern golangt; da die Nachtgleichenpunkte unter den Fixsternen fortrücken, so ist es vom tropischen J. verschieden; es beträgt 365 mittlere Sonnentage 6 Stunden 9 Minuten 10, Sekunden. Die Wiederkehr des Blühens u. der Reife wies die Völker schon frühe darauf hin, das J. auch als Zeitabschnitt für die bürgerlichen Verhältnisse zu wählen. Da aber hierfür nothwendig war, daß der Abschluß des Jahres auf sichtbar bestimmte Weise stattfände, so nahm man das J. aus einer ganzen Zahl von Tagen bestehend an. Die Ordnung des Kalenderwesens, d. i. die Regelung der Zeitverhältnisse, der Feste etc. lag in früheren Zeiten der Priesterschaft ob. Man unterscheidet ein solches bürgerliches J. mit einer ganzen Anzahl von Tagen von dem absolut genauen astronomischen tropischen J. Damit nun einerseits eine gewisse Anzahl bürgerlicher Ite möglichst genau mit derselben Anzahl tropischer J.e übereinstimme, anderseits die einzelnen bürgerlichen J.e, welche wegen dieser zu erstrebenden Uebereinstimmung nicht alle gleich lang sein können, doch wenigstens so viel wie möglich gleiche Dauer haben, war bei den alten Aegyptern schon das J. in 12 Monate, jeder zu 30 Tagen, getheilt und außerdem züählte man 5 Ergänzungstage; bei den alten Griechen hatte man anfünglich 12 Monate, abwechselnd als volle von 30 Tagen u. hohle von 29 Tagen gerechnet — später wurde ein besonderer Schaltmonat eingeführt; das griechische J. zählte ursprünglich 354, später 360 Tage und nachher mit Hülfe der Schaltmonate im Mittel 365 Tage. Bei den Römern betrug das J. unter Romulus nur 304 Tage, unter Numa Pompilius 355 Tage u. nach der Einführung des Schaltmonats 366 Tage. Unter Romulus gab es nur 10 Monate, deren erster Mars und letzter Dezenber war; Numa fügte Januarius und Februarius hinzu. Da bei den Römern die ungeraden Zahlen als die glücklicheren galten, so erhielten die Monate 31 od. 29 Tage, nur der Februar zählte 28 Tage und galt deshalb als verhängnisvoll. Der später eingeführte Schaltmonat, Mercedonius, war von ganz verschiedener Länge; diese wurde durch die pontitices bestimmt und er selbst zwischen den 23. u. 24. Februar eingeschaltet, so daß man bis zum 23. Februar zählte, dann die Tage des Mereedonius durchging und hierauf weiter vom 24. bis 28. Februar zählte. Cicero sagt, daß die pontifices für ihre Freunde den Schaltmonat verlängert und, wenn z. B. einer ihrer Gegner Konsul gewesen sei, verkürzt hätten; man sei dahin gekommen, daß die Herbstfeste (autumnalia) in den Frühling und die Erntefeste in den Winter gefallen wären. Julius Cäsar führte mit Hülfe des ägyptischen Astronomen Sosigenes den Julianischen Kalender ein, der noch gegenwärtig bei den Russen gilt; man unterscheidet danach gemeine Jie von 365 Tagen und Schaltjahre zu 366 Tagen; nach drei gemeinen Ieen folgt ein Schaltjahr. Noch heutigen Tages fällt in unserm Kalender der Schalttag im Schaltjahr auf den 24. Februar, weil Cäsar ihn als Ersatz für den Schaltmonat einführte; die Monate erhielten 30 oder 31 Tage; doch ließ man scheinbar dem Februar 28 Tage, indem man den 23. Februar, der sextocalendas hieß, in Schaltjahren doppelt zählte und den Schalttag selbst bissexto-Calendas nannte. Von dem letztern Ausdruck nennt man noch gegenwärtig in manchen SIEIIoTHEE nach Erbauung Roms (45 v. Chr.), in welchem der Julianische Kalender eingeführt wurde, erhielt, damit die gestörten Zeitverhältnisse wieder geordnet werden konnten, 445 Tage und zählte einen Mereedonius von 23 Tagen und 2 außerordentliche Monate von 33 und 34 Tagen, welche zwischen Nopember und Dezember eingeschaltet wurden; es heißt das Jahr der Verwirrung (annus conkusionis). Nach Cäsars Tod (43 v. Chr.) begingen die Oberpriester den Fehler, das verfloffene Schaltjahr mit zu den 4 Jahren zu zählen, so daß alle 3 Jahre ein Schalt⸗