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BaukunstBau-Lexikon 1881
Fig. 2679. Große Schlange (great serpent)
Fig. 2679. Große Schlange (great serpent)

Noquet, m., franz., Kehlblech, bes. Bleiplatte zum Belegen der Einkehlen; n. deé pig-Schoßrinne, Spritzblech an einem Giebel, Schornstein etc. nordamerikänische Gauwerke, o pl. 1. Die Hütten u. a. Bauten der heutigen WildenNordamerika's bieten eben nur das Bild von der Kindheitsstufe der Menschheit entsprechenden Bauten und theilen sich wie alle diese unter welchen besonders Komantschen bemerkens-Zweighütten, welche bei den eine ziemliche Ausbildung erlangt haben. 2. Alte von den früheren gebildeten Ureinwohnern herrührend. Ueber ihre kunsthistorische Stellung s. d. Art. Baustil A. I. 1. Was wir von den Ureinwohnern Nordamerika's wissen, beschränkt sich auf Kenntnis großer Züge (Völkerwanderungen), von Nord nach Süd. Die vielfach aufgestellten Vermuthungen einer früheren Einwanderung von Kulturvölkern der Alten Welt sind bis jetzt eben nur Vermuthungen. Erwiesen ist nur, daß die Chinesen die Westküste Amerika's kannten u. daß die Normannen von 861 an bis Mitte des 14. Jahrh. den nördlichsten Theil der Ostküste besuchten (malayische und normannische Bauweise). zum Golf von Mexiko u. Mountains trifft man sehr hohes Alter u. gemeinhauptsächlichsten sind: 1. Befestigungen, oft von großer Ausdehnung, 3. B. bei Chillieothe im Staat Ohio über 50 ha., mit Mauern von 5½ m. unterer Stärke, 3½ m. Höhe u. einem Graben von 5½ m. Breite; einige dieser Befestigungen sind rechtwinklig, fast quadratisch um einen Raum von 200 Länge und 180 m. Breite gezogen; andere, bes. an den Flüssen, sind rund, dann aber nicht über 90 m. im Durchmesser (s. Fig. 2678); selbst eine Art bedeckten Wegs haben manche und eine Art Bastionen, fast 3 1a Vauban. Wo man Thore unterscheiden kann, liegen diese östlich. der Basis im Durch⸗ —— hoch; sim Art. Grabmal Fig.2000 - 2002 U. Mound; im Süden bis zu 720 m. Umfang und 35 m. Höhe (an der Kahokia bei St. Louis), von Erde aufgeworfen, die steinernen sind kleiner und kegelförmig, doch stets über 6m. hoch, an der Basis 34 m. Durchmesser haltend; darin wurden u. a. Gerippe, Aschenkrüge, Waffen und Gefäße gefunden; diese steinernen Gräber, deren mehr als 3000 am Mississippi erhalten sind, mögen aus dem 9. und 10. Jahrh. sein. Manche (temple-mounds) scheinen auch rituellen Zwecken gedient zu haben, wie die thierförmigen (s. Fig. 2001, zu denen auch Fig. 2679. Große Schlange (great serpent) Fig am Brush-Ereel in Adams-County. Warte. — 3. Parallele Steinmauern, oblong od. rund, bes. am Ohio, Scioto, Kenhava und Biz-Sandy, meift nahe bei Grabhügeln gefunden, mochten wahrscheinlich zu religiösen Zwecken dienen; sie sind meist 4½—9 m. breit, eireg 5½ m. hoch, um einen erhöhten Mittelpunkt herumgezogen. — 4. Unterirdische Räume, wohl Reste von höhlenartigen Wohnungen und Brunnen od. Bergwerks3IOTHEK schachten, bes am Lickingfluß, eine Meile unterhalbNewark. — 5. Felsen mit Inschriften, Writing-rocks, Dightonrocks genannt, bes. im Staat Massachusetts, tragen eine Art Keilschrift, die aber auch von Fremden herrühren kann, auch Hieroglyphen, darunter: Schildkröten, Adler und Menschen. Amerikanische Archäologen wollen phönikische Schriftzeichen erkannt haben (s. Fig. 2680). — 6. Dolmen, Wägsteine, ähnlich den keltischen; s. d. Art. keltische Bauwerke 3. und 5. — 7. Götzenbilder und Vasen mit Figuren, deren Köpfe dem mongolischen Typus folgen. — tigungen von Hopeton bei Chillieothe (Ohio). 8. Mumien, aber ganz anders behandelt als die ägyptischen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 440Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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