FeedPaeking-worm
VerkehrBau-Lexikon 1881
Fig. 2749. Packwerk.
Fig. 2749. Packwerk.

Paeking-worm, 8., engl. (Dampfm.), der Stopfbüchsenreiniger, Krätzer, Schraubenzieher. Packlage, k., frz. encaissement, biocage, m., engl. gravel-packing (Straßenb.), s. d. Art. ohaussée. PVackleinwand, 6. franz. toile d'emballage; engl. packing-oloth, pack-cloth, grobe Leinwand, welche ebenso wie wollenes Facktuch, engl. woolen pack-cloth, mehrfach auch im Bauwesen verwendet wird, z. B. zur Unternagelung von Tapeten, da, wo Schotterleinwand zu dünn erscheint. Pack-thread, 8., engl., starker Bindfaden, Packleine. Packwern, n. (Wasserb.), 1. s. v. w. Faschinenbuhne; s. d. Art. Buhne. — 2. frz. ereche, engl. groin, waterfence, s. v. w. lose in das Wasser eingeworfene Weiden, als Schutz eines Uferbaues. — 3. frz. enrochement, engl. stone-packing, irisch crannoge; die Erzeugung festerer Stellen auf weichem Grunde eines Wasserbassins wurde schon in der sogen. vorgeschichtlichen Zeit durch Packwerk, d. h. Einpackung von Sieinen zwischen ein Gehege von Pfählen, bewirkt; s. den Art. Pfahlbauten 6. — Jetzt nennt man P. eine Gesamtheit von größeren Steinen oder Blöcken, welche regelmäßig, aber ohne Mörtel neben einander gesetzt oder gepackt, in die Sohle eines Flusses vor und hinter einem Wehr, in den Strombahnen einer Brücke oder rings um die Pfeiler (dann auch Umsteinung gen.) eingesetzt werden, um das Auskolken der Sohle zu verhüten, namentlich da, wo ein Aufsturz des Wassers stattfindet; ebenso zu sogen. Querschwellen (s. Flußregulirung IV. c.). Nach Fiig. 2749 werden in zwei Reihen und außerdem in dem Zwischenraum vertheilt Pfähle von ca. 8S em. Stärke und 1—2w. Länge eingerammt, welche den Steinen Halt gegen Fortspülung gewähren; die Phähle an den Umgrenzungen des P.s sind ca. 0,, —0, m. von einander entfernt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 491Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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