Pechsteden, u.; geschieht auf verschiedene Art in den dazu eingerichteten hechhütten. a) Sieden des burgundischen Pechs. Das beim Harzreißen gewonnene Harz wird in einem Kessel mit etwas Wasser bei gelindem Feuer gekocht, in einen Sack von grober Leinwand, den Harzsack, gegossen u. auf der Harzpresse ausgepreßt,; das Pech vereinigt sich zu einem Klumpen, von dem das Wasser abgegossen wird; das so gewonnene Pech wird nun in Tonnen geschlagen. b) Zur Bereitung des rothen u. weißen Pechs wird das Harz in einen großen Pechkessel gethan, welcher in einen Ofen eingemauert ist und am Boden ein Loch hat, das auf einer Rinne im Ofen steht, durch welche das Pech in ein untergesetztes Gefäß fließt. e) Auch gewinnt man das Pech durch Einkochen des geschwelten Theers im hechofen, franz. four à poix. Dieser ist unten eylindrisch, oben kegelförmig von Ziegelsteinen aufgeführt, hat unten ein Kohlenloch, oben ein Einsetzloch. Von der Mitte des kesselförmigen Bodens, des Pechherdes, frz. huche, führt eine Röhre zu dem außerhalb stehenden Pechtrog. Der ganze Ofen ist mit einem oben sich an die Ofenspitze anschließenden Mantel umsetzt, der unten Schürlöcher, oben Zuglöcher hat. Nach Füllung des Ofens mit Kienholz werden Kohlenloch und Einsetzloch zugemauert. Nach 25 Stunden fortgesetzter Feuerung fließt zunächst Theerwasser mit einem feinen Harz, Theergalle, Schweiß, aus, dann folgt der anfangs dünnere und hellere Theer, später dickerer und dunklerer; ersterer als Wagentheer, letzterer als Schiffstheer dienend; ersterer zum Kochen des weißen, letzterer zum Sieden des schwarzen Pechs brauchbar.