
Pumpe, pumpentunst, f., pampwerk, n., frz. pompe, m., engl. pump, ital. tromba, span. pompa, lat. antlium. das bekannte Wasserhebungswerkzeug; man unterscheidet folgende Arten: 1. Saugpumpe, franz. pompe aspirante, engl. sucking pump. Aus Fig. 2896 geht das Prinzip derselben deutlich hervor. Der Kolben A bewegt sich in dem Pumpenstiefel, zur See Ppumpenschuh genannt, od. Kolbenrohr, frz. barillet, cylindre, corps, canne de pompe, engl. chamber, barrel, body, Bauf und ab, an den unten das Saugrohr O, auch pumpenpfosten genannt, frz. Colonne montante, engl. standing body, gesetzt ist. Hebt sich der Kolben, so schließen sich die auf ihm liegenden Klappenventile, während das Saugventil D sich öffnet. So wird das über A stehende Wasser gehoben und strömt durch E aus; zugleich entsteht unter A ein luftleerer Raum u. das Wasser in O wird durch den Luftdruck auf die die Röhre unten umgebende Wasserfläche in die Höhe gedrückt. Beim Niedergang des Kolbens schließt sich P, wobei zugleich die ganze Wassersäule eine Kleinigkeit fällt. Sobald D geschlossen ist, öffnen sich die Ventile in A, und so ergänztsich das durch E ausgeströmte Wasser. Der atmosphärische Druck würde zureichen, um einer Wassersäule von 9, m. Höhe das Gleichgewicht zu halten, wenn man den Kolben A vollständig luftdicht herstellen könnte. Selten aber erreicht man mehr als 7, m. Hubhöhe. Die Ventile haben sehr verschiedene Form, s. d. Art. Ventil. Fig. 2897 stellt eine vollständige eiserne Saugpumpe dar. Die Erklärung der Theile s. in den folgenden Artikeln. — 2. Druckpumpe, franz. pompe foulante, engl. foreing pump. Dieselbe hebt das Wasser höher als die Saugpumpe, aber nur unter Anwendung einer mechanischen Kraft, welche den nicht durchbohrten Kolben A (s. Fig. 2898) im Stiefel auf⸗ und abwärts bewegt. Das Saugventil B hebt sich, wenn der Kolben aufwärts geht. Das eingesaugte Wasser schli bei beginnendem Niedergang des Kolbens das Ventil und muß bei fortgesetztem Niedergang durch das Dru ventil Oentweichen und in dem Steigrohr D aufsteig Die Hubhöhe wird hierbei nur durch das Gewicht 1 Wassersäule, welchem die Kraft das Gleichgewicht hal. muß, und durch die Festigkeit der Röhre beschränkt. 3. Saug⸗ und Druckpumpe. Eine solche entsteht, wenn m den Stiefel nicht direkt in das Wasser taucht, sondern B eine Saugröhre ansetzt. Dann wirkt beim Hub der Koll saugend, beim Niedergang drückend. Bes. zweckmäßig diese Vereinigung da, wo der Röhrsatz nicht in einer geraden Linie sich anbringen läßt; s. auch d. Art. Windkessel und unten 12. — 4. Den hydraulischen Widder und die Wassersäulenmaschine (s. d.) rechnen Manche auch unter die P.n. — 5. Kettenpumpe, frz. pompe à chapelet, engl. chain-pump, s. v. w. Paternosterwerk (s. d.). — 6. Auf Schiffen unterscheidet man außerdem noch: a) Klutpumpe, d. h. Saugpumpe zu Füllung der Kardelen mit Wasser an Stelle des Ballastes. b) Kochspumpe, frz. pompe pour futailles, engl. barpump, Handpumpe ohne Schwengel zu Aufsaugung des Wassers den Fässern. o) Schlagpumpe, frz pompe d bringue-be engl. bilge-pump, d. i. Pmit Schwengel. d) Steekpur Stichpumpe, frz. P. A main, engl. hand-pump, Handpur für Boote. — 7. Nach der bewegenden Kraft untersche man Handpumpen, Dampfpumpen, Roßpumpen, Wa pumpen. — 8. Nach der Angriffsweise der Kraft untersdet man Radpumpen, Schwengelpumpen etc. — 9. 9 dem Material könnte man hölzerne, bronzene, eiserne unterscheiden. Bis vor Kurzem waren erstere die här sten, und infolge dessen lag Fabrikation u. Aufstellung Pen in den Händen von Zimmerleuten od. von besonde blos empirisch gebildeten Röhrmeistern; neuerdings je befindet sie sich in den Händen v. Technikern u. Fabrikar unter denen sich z. B. 10. Stumpf in Mainz durcher nelle Konstruktion u. Solidität seiner Pin auszeichne Ferner sind zu erwähnen 11. die deutsche Wasserw. gesellschaft in Höchst a. Main als Fabrikantin einfache ießt eleganter Saugpumpen; 12. die Armaturfabrik Schäffer 1B u. Budenberg in Buckau bei Magdeburg als Lieferanten uck-von Housbroms patent-California-Pumpe, einer doppelt gen. wirkenden Saug⸗ u. Druckpumpe, die durch einen Windder kessel sehr gleichmäßigen Strahl giebt. Fig. 2899 stellt die lten P. in einem Brunnen montirt dar, man kann sie aber — auch transportabel auf ein Bret montirt erhalten und zu nan Auspumpung nasser Grundgruben verwenden, wo dann bei statt des Balaneiers A ein Schwengel angebracht ist, od. ben auch deren zwei. Die Bewegung dieses Hebels pflanzt sich gist mittels des Stückes Bauf das Gleisstück Oüber, welches Fig. 2897 Fig. 2898. aus bei 7½ m. Kolbendurchmesser pro Stunde ca. 2300 alle, bei 10 em. Kolbendurchmesser bis 4400 /., bei 12½ om. mpe, Kolbendurchmesser ziemlich 7000 . Wasser; sie ist auch impe als Feuerspritze verwendbar. 13. Zu Förderung großer eidet Massen auf geringe Höhe empfiehlt sich Fijnje's Kasten. sser-Uynmpe, Fig. 2900. K ist das Gestänge, BB der Kasten, schei⸗ der Kolben, EE äußerliche Bodenansätze, E die Einlaufs-Nach klappe, G die Auslaufsklappe. Näheres s. PerelsHand-Pen buch des landwirthschaftlichen Wasserbaues“ (Berlin ufig⸗ 1877, Wiegandt, Hempel u. Barey). 14. Gebr. Körting gder in Hannover liefern Wasserstrahlonmpen, bes als Kellereren, pumpen und Grundpumpen zu empfehlen und durch Hochjedoch druckwasser betrieben, sowie Daupfftrahlpumpen, brauchbar nten, in Brunnen sowie zum Heben von schmutzigen, schlamratio⸗ migen, trüben, sauren Flüssigkeiten, bei Wasserbauten von et. — unschätzbarem Werth. Näheres durch die Firma selbst. herks⸗ Pumpenürmel, u. gepichter Leinwandschlauch, um in erwie die Höhe gepumptes Wasser weiter zu leiten. s. d. Art. Back Balancier 50 in Fig. 2899) an Stelle des Pumpe drückers (s. d Duümpenbeschlag, m., frz. garniture, armature f. de pompe, engl. Pump.geer, ist meist von Eisen; Kupfer hält zwar länger, wird aber dem Wasser schädlich.

