FeedSappe
GeschichteBau-Lexikon 1881

Sappe, f., franz. sape, f., engl. sap, sapping, span. zappa (Kriegsb.), Laufgraben; s. unter Festungsbaukunst, wo die verschiedenen Arten aufgeführt sind, sowie Fig. 1715—1718. Die eigentliche S. ist eine Brustwehr aus mit Erde ausgefüllten Schanzkörben von 80 bis 90 em. Höhe und 40—60 em. Weite, die man neben einander aufstellt; die dahinter ausgehobene Er de wird darüber hingeworfen; die Krone der Brustwehr bilden die der Länge nach über die Sappenkörbe, franz. gabion de sape, engl. sap-gabion, gelegten Sappenbündel, franz. fagot de sape, engl. sap-fagot, d. h. Faschinen, 90em lang, 30 em. stark, durch welche ein 0, bis 1½% Mm. langer Pfahl getrieben ist. Ferner unterscheidet man noch die Doppelsappe, doppelte Wendesappe u. einfache Wendesappe. Es wird auch wohl die bedeckte S. angewendet, wenn der Feind dieselbe ihrer ganzen Ausdehnung nach übersehen u. bestreichen kann. Zu diesem Behuf werden 2 völlige S.n in geringem Abstand von einander parallel vorgetrieben, der dazwischen stehen gebliebene Erdkeil dann beseitigt und die Bedeckung, Sappenblendung, frz. mantelet, engl. mantelet, durch Blinden, Horden u. Deckfaschinen hergestellt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 100Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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