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BaukunstBau-Lexikon 1881

Schätze, m.od.k., Schüh, n.,Schutz,wu.„Schütbret, Schutzfalle, Schott, Verlath (Wasserb.), frz. vanne, f., engl. sash-gate, sliding valve, bei Wasserleitungen, besonders bei Bewässerungskanälen u. Gerinnen, sowohl Mühl⸗ als Freigerinnen, angebrachter Verschluß. Ein aus einem oder mehreren an einander gefügten Bretern gefertigter Laden oder ein einzelnes Bret, Schühbret, oder endlich eine Blechtafel, Schützblech, wird auf einer oder zwei Leisten oder Säulen, Schütstielen, festgenagelt oder geschraubt. Das Ganze geht in den Falzen zweier, zu den Seiten der Schühen. öffnung stehenden Ständer und hängt oben an einer Kette, welche, um die zwischen den Ständern befindliche Welle gewunden, den Schützen auf⸗ u. niederzulassen dient, wenn dies nicht mittels eines Hebels, der Schützstange, geschieht. Ein Freigerinne hat nur einen Sen. Wehre bestehen oft aus einem oder mehreren neben einander liegenden S.n, wenn das Wasser entweder zum Theil oder so viel als möglich abgelassen werden soll. Man giebt einem Mühlgerinne in der Regel zwei Sen, und zwar zwischen den Griessäulen einen, den Hauptschützen, und vor dem Rad einen, den Radschützen. Der Hauptschütz ist zugleich Radschütz nur bei unterschlächtigen Rädern im Schnurgerinne. Radschützen hebt man nur so viel auf, als der Strahl, der auf das Rad fällt, Stärke haben soll, und es befindet sich deshalb eine gezahnte Stange an dem Schützstiel s. Fig. 31835, in welche eine Getriebe oder Hebelwerk greift. Als Klappe werden die Sen für oberschlächtige Räder aufgedreht. Ist hohes Wasser vor den S.n, so sind sie des großen Drucks wegen schwer zu bewältigen, u. man theilt daher solche Sen in zwei Theile, die man einzeln aufzieht, od. richtet es so ein, daß dicht hinter dem oberen Theil der untere Theil steht, der zuerst aufgezogen wird und dann mittels eines Vorsprunges den oberen Theil mit in die Höhe nimmt. Man unterscheidet Spann-oder Stauschühe, die ein Stück aufgezogen werden, so daß das Wasser unter den Sen herabströmt, ferner Aeberfallschühe, bei denen das aufgestaute Wasser über ein Schutzbret mit abgerundetem Kopf oder über gekrümmte Leitschaufeln, endlich Coulissen. schühe od. Leitschaufelschütze, bei denen es durch gerade Leitschaufeln dem Rad zugeführt wird. schützen, trs. Z., 1. frz. vantiller, engl. to stop, ein Gerinne oder dergl. gegen das vorstehende Wasser mittels eines Schützes schließen. —2. Mittels Bremswerkes Windmühlen und Wassergöpel anhalten.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 167Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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