Steinbruch, m., frz. carrière, perrière, latomie, engl. quarry, stonepit, latomy, lat. latomia, lapieidina, Cagehan, Pinke. Kennzeichen für das Dasein von Steinbrüchen in Gegenden, wo die Felsen nicht sichtbar, sind: Tannenholzwälder auf Abhängen, Quellen, die höher liegen als der nächste Fluß, feinsandiger Boden in nassem Grund, Thon u. Sand vermischt in nassem Grund, Mergelboden, kalkhaltige Erde, Salzquellen, metallhaltige Quellen, sehr gekrümmte Flüsse, Stromschnellen, Einsickerung fließenden Wassers, Erdbeben, blätteriger rauher Boden, seichte Flüsse, die sich bei starkem Gefäll doch sehr ausbreiten etc. An Stellen, wo eines dieser Anzeichen vorhanden ist, schlägt man eine spitze eiserne Stange in den Boden; wenn sie nach einiger Zeitdurchaus nicht weiter hineingeht, ist Wahrscheinlichkeit für Auffindung von Steinen da, u. man geht nun mit dem Bergbohrer an die eigentliche Untersuchung. Wenn die Steine sehr tief lagern, gewinnt man sie mittels Grubenbau; wenn es aber angeht, legt man lieber offene Steinbrüche an. Zu diesem Behufe wird das zu gewinnende Gestein von der solches überdeckenden Dammerde oder von anderen Schichten neuerer Entstehung entblößt, „man deckt auf“ oder „räumt ab“, und dann beginnt das Sprengen (s. d. 3.) oder das Ausbrechen mit Brecheisen etc.