FeedKakädu (Plyctolophus)
TierreichBrockhaus 1882

Kakädu (Plyctolophus), eine in Australien, den Molukken und den Philippinen einheimische Papageiengattung, welche sich durch eine aufrichtbare Federhaube auf dem Kopfe, kurzen, breiten, auf den Schneiden gezahnten Schnabel, kurzen Schwanz und gedrungenen Körperbau auszeichnet. Die K. sind sehr ansprechend gefärbt, häufig rein weiß, rosenrot oder dunkel, selten vielfarbig bunt. Sie leben in ihrem Vaterlande in Scharen von Früchten, Körnern, graben aber auch Knolken und Zwiebeln mit dem Schnabel aus und gehören zu den gelehrigsten Papageien, die sehr leicht sprechen, singen und allerlei Kunststücke machen lernen. Man kennt etwa 40 Arten, von denen der weiße mit schwefelgelber Haube (Cacatua galerita) der gewöhnlichste und der prachtvoll gefärbte Inka-Kakadu (C. Leadbeateri) der teuerste ist. Die Cosmalos oder Rüsselpapageien (Microglossus) und Rabenkakadus (Calyptorhynchus) sind durchaus schwarz und finden sich in Tiergärten selten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 15Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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