FeedKalium sulfuricum
NaturlehreBrockhaus 1882

Kalium sulfuricum, Arcanum duplicatum, Tarta. rus vitriolatus K S0,, findet sich als Mineral ermißt, sind unter Caufzusuchen. Kainit(s.d.), einer Verbindung von Kalium-Magnesiumsulfat, Chlormagnesium und Krystallwasser, unter den Salzen der staßfurter Mulde. Nachdem vielfache Versuche die technische Unmöglichkeit, das Kaliumsulfat aus dem Kainit abzuscheiden, ergeben haben, ist die Verwertung dieses Salzes, welches dagegen als Düngmittel willige Abnahme findet, in dieser Richtung aufgegeben und es wird das Kaliumsulfat auf gleiche Weise aus dem Chlorkalium durch Zersetzung mit Schwefelsäure dargestellt, wie das Glaubersalz (s. Bd. VIII, S. 97) aus dem Kochsalz. Aus seiner heißen wässerigen Lösung scheidet es sich in harten Krystallkrusten von salzig bitterm Geschmack aus, erfordert in der Kälte 10 Teile Wasser, beim Sieden 4 Teile Wasser zur Lösung, in Alkohol ganz unlöslich; schmilzt unzersetzt bei starker Glühhitze. b. Kaliumbisulfat, saures schwefelsaures Kali KIIS0,, entsteht beim Erwärmen von Kaliumsulfat mit einer äquivalenten Menge von konzentrierter Schwefelsäure und erstarrt nach dem Erkalten der flüssigen Masse zu einer weißen durchscheinend krystallinischen, in Wasser sehr leicht löslichen Substanz. Wird durch mäßiges Erhitzen unter Abgeben von Wasser in pyroschwefelsaures Kali K. verwandelt und dies geht bei stärkerm Erhihen in Kaliumsulfat und Schwefelsäure-Anhydrid über. Es dient zur Darstellung von Schwefelsäure-Anhydrid und in der chem. Analyse als Aufschließungsmittel für manche in Säure sich schwer lösende Körper. 9) Kalium und Chromsäure:

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 31Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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