Kalium, ein Alkalimetall (chem. Zeichen oder Symbol K; Atomgewicht -39), welches sich niemals rein in der Natur, sondern mit Sauerstoff und Kieselsäure verbunden und als Chlorkalium vorfindet. Unter den Mineralien, in denen es in ziemlich großer Menge vorkommt, sind der Feldspat und die staßfurter Salzmineralien Carnallit, Kainit und Sylvin in erster Linie zu nennen. Das K. bildet auch einen wesentlichen Bestandteil der Vegetabilien und findet sich in der Asche derselben. In die Binnenlandpflanzen gelangt es aus dem Boden, welcher stets Verwitterungsprodukte des Feldspats, des Glimmers und ähnlicher kalihaltiger Gesteine enthält. In den Seepflanzen findet sich das K. gleichfalls und rührt aus dem Seewasser her, welches etwa 0,25 Promille K. enthält. Auch in dem Tierreiche kommt das K. vor, so im Fleischsaft, in allen Gewebsflüssigkeiten, in der Milch, im Blut, im Harn und in großer Menge in dem Wollschweiße der Schafe. Man stellt das K. durch starkes Glühen von kohlensaurem Kali mit Kohle her, wobei das K. in Dampfgestalt übergeht und in einer kupfernen, mit Petroleum gefüllten Vorlage aufgefangen wird. Es ist fest, silberweiß, von starkem Glanze, von 0,8és spezifischem Gewicht, mit dem Messer schneidbar und bei 62,5 C. schmelzend, läßt man das geschmolzene Metall unvollständig erstarren, so erhält man nach dem Abgießen des noch flüssigen Teils schöne, centimetergroße, oktaêdrische Krystalle des Metalls. Mit Natrium zusammengeschmolzen bildet es nach dem Erkalten eine flüssige, dem Aussehen nach mit Quecksilber zu verwechselnde Legierung. An der Luft oxydiert es sich sofort, weshalb es unter Petroleum oder unter Paraffin aufbewahrt werden muß. Wasser wird durch K. mit größter Heftigkeit und Entzündung zersetzt. In seinen Verbindungen funktioniert das K. als einwertiges Element. Von diesen Verbindungen sind zu erwähnen: 1) Kalium und Sauerstoff: a. Kaliumoxyd K. O, Anhydrid des Kaliumoxydhydrats, geht aus diesem beim Erhitzen mit