Kallisträtos, berühmter athenischer Staatsmann und polit. Redner in der ersten Hälfte des 4. Jahrh. v. Chr. K. (dessen Rednergabe später den Ehrgeiz des Demosthenes entflammte) hat vermutlich durch seine Mitwirkung bei der Schöpfung des seit 378 v. Chr. neu sich bildenden Inselbundes einen erheblichen Teil der attischen Machtstellung wieder aufrichten helfen und nachher auf dem Friedenskongreß in Sparta (371) die diplomatische Anerkennung dieser Stellung erzielt. Als dann Sparta nißt, sind unter C aufzusuchen. infolge der Niederlage bei Leuktra in tiefes Unglück geriet und Theben zur übermacht in Griechenland gelangte, arbeitete K. in Athen mit Erfolg zu Gunsten der Spartaner. Mißgeschicke der attischen Waffen an der thrazischen und makedonischen Küste und im Kampfe mit der Flotte des Fürsten Alexander von Pherä veranlaßte endlich seinen Sturz (362). Von den erbitterten Athenern im J. 361 zum Tode verurteilt, lebte K. einige Zeit als Flüchtling in Macedonien und wurde, als er 355 die Heimat zu besuchen wagte, hingerichtet.