Kängurn (Macropus), eine zu den Planzent fressenden Beuteltieren gehörende Säugetierfamilie, die in Gestalt am meisten den Springmäusen ähnelt und sich durch einen langen, dicken Schwanz, sehr lange, zum Springen eingerichtete Hinterbeine mit verwachsenen Mittelzehen und kurze, fünfzehige Vorderbeine auszeichnet. Sie zerfallen in 10 Gattungen und einige 50 Arten, die alle die austral. Provinz bewohnen. Zu ihnen gehört das große Känguru (M. giganteus), welches das größte Landsäugetier Australiens ist. Es mißt ohne den 70—80 em langen Schwanz etwa bis Im in der Länge und wird zuweilen über 200 Pfd. schwer; von Farbe ist es bräunlichgrau, an den Seiten heller und am Bauche weißlich. Seine Nahrung besteht in Gras und Baumrinden. Es ist scheu und flüchtig, kann 5—8 m weite Sprünge machen und mit den Hinterfüßen sehrkräftige Schläge austeilen. Da es das gewöhnlichste Wildbret der Australier, das vorzüglich durch besonders dressierte Hunde (engl. Fuchshunde) gejagt wird, so hat es sich durch die vielen aleichn dent bereits sehr vermindert. Sein Fleisch gleicht dem unsers Wildbrets. Die mittelgroßen K. bilden das Geschlecht Halmaturus und als Bergkängurus (Petrogale) bezeichnet man Arten mit an der Spitze buschigem Schwanze, die nächtliche Tiere sind und klettern können. Die in den Tiergärten häufigste Art ist das Felsenkänguru (Petrogale xanthopus, Tafel: Beuteltiere, Fig. 5). In Europa pflanzen sich die K. in Tiergärten mit Leichtigkeit fort und sind deshalb nicht selten. Das neugeborene, sehr unvollkommene, kaum 3 em lange Junge saugt si an einer Zitze im Beutel der Mutter fest und wird fast acht Monate lang bloß durch die Muttermilch ernährt. Unter den Gattungen, welche den eigentlichen K. sich anreihen, sind besonders die kleinen Känguru-Ratten (Hypsiprymnus) und die kletternden Baumkängurus (Dendrolagus) interessant. mißt, sind unter C aufzusuchen.