Karlskrona, wohlgebaute und auf der Seeseite stark befestigte Stapelstadt an der Südküste Schwedens, an der Privatbahn K.⸗Wexjö, Hauptort von Blekinge-oder Karlskrona-Län, auf Troßö und acht andern kleinern Felseneilanden gelegen und durch eine hölzerne Brücke mit dem Pantarholm und von dort durch eine steinerne mit dem Festlande verbunden, mit einem der besten Häfen Europas, ist die Hauptstation für die schwed. Kriegsflotte und wird gedeckt durch die Werke von Kungsholm. Drottningskär u. s. w. Die Stadt zählt (1883) 18 842 E. und hat, außer dem Verkehr, welchen der große Kriegshafen mit seinen Anlagen mit sich führt, nicht unbedeutenden Seehandel. Doch beschränkt sich die Ausfuhr fast ganz auf Waldprodukte. Die Fischerei ist bedeutend. K. hat ein Gymnasium, eine höhere Töchterschule, Gewerbeschule für Knaben, Taubstummeninstitut, mehrere Fachschulen für die Marine, drei Banken, Tuchfabrik, Bierbrauerei und Tabaksfabriken. Von Karl XI. 1680 gegründet und nach ihm benannt, war die Stadt bis 1776 Sitz des Admiralitätskollegiums. Von ihren berühmten Docks erhielt sie die alten 1716—24, die größern neuen 1792 —1850. Im J. 1790 brannte die Stadt fast ganz ab.