Kasimir J. war der Sohn Mieczyslaws II. Nachdem seine Mutter Rixa, eine Tochter des Pfalzgrafen bei Rhein, nach Mieczyslaws Tode 1034 die vormundschaftliche Regierung für den minderjährigen K. übernommen, doch vor dem poln. Adel wegen Begünstigung der Fremden nach Deutschland zu fliehen genötigt worden war, verließ auch K. sein Reich, das ohne Regenten durch innere Fehden ganz in sich zerfiel und von den Böhmen unter Bretislaw bis Gnesen hin verwüstet wurde, die von dort den Körper des heil. Adalbert entführten. Unterstützt von Kaiser Heinrich III., erlangte K. 1040 die Herrschaft wieder und wußte nun die fürstl. Gewalt und das Christentum in Polen neu zu befestigen. Er vermählte sich mit Dobrognewa, der Schwester des Großfürsten Jaroslaw von Kiew, unterwarf Masovien und erhielt 1054 gegen einen jährlichen Tribut Schlesien von den Böhmen zurück. K. starb 1058.