Kastamuni, bei den Türken Kostam bul, Hauptstadt des gleichnamigen, das alte Paphlagonien und das östl. Bithynien einschließende türk. Vilajet im nördl. Kleinasien, 510 km östlich von Konstantinopel und 80 km südlich von Ineboli, dem nächsten Hafen des Schwarzen Meeres, in einer Ebene zwischen dem Jeralagös- und Sary Kawak-Dagh, 800 m über dem Seeniveau, an einem Quellbach des Gök Irmak 10 Altertum Amnias), eines Nebenflusses des Kysil Irmak gelegen, ist aus Holz erbaut, zählt 15000 E., die sich mit Ackerbau und Viehzucht beschäftigen und zum größern Teil Türken, zum andern Griechen sind. Der Generalgonverneurposten gilt für ein halbes Exil und wurde überwiegend in neuerer Zeit an in Ungnade gefallene türk. hohe Würdenträger verliehen. Das Vilajet K. zerfällt in die vier Sandschaks K., Boli, Sinope und Kjankary. (s. Roßkastanie.