Kutahia oder Kjutahia, Hauptstadt eines Mutessariflyk im türk. Vilajet Chodawendikjar im nordwestl. Kleinasien, 930 m über dem Meere in einer südlich von den Vorhöhen des Muraddagh begrenzten Ebene, an einem Zufluß des Pursak, der sich in den Sakaria (Sangarius) ergießt, und an einer Anhöhe emporgebaut, ist umgeben von Fruchtgärten, Weinbergen und Promenaden. Der Ort hat enge und schmutzige Straßen, aus Lehm oder Holz erbaute Häuser, 50 Moscheen, 5 griech. und armen. Kirchen und 40 — 60000 E., welche Getreide, Tabak und vor allem Opium, in den Gärten ausgezeichnetes Obst und Gemüse bauen, Wolle und Wachs gewinnen. Auch lagert in der Umgegend, einer der fruchtbarsten Landschaften Kleinasiens, vortrefflicher Meerschaum, der zu Pfeifenköpfen verarbeitet wird. Die Lage der Stadt an der großen Karawanenstraße von Konstantinopel nach Aleppo und Bagdad, an welche sich von Westen her die von Smyrna anschließt, bewirlt mißt, sind unter C aufzusuchen. einen großen Handelsverkehr, der indes früher be⸗[ deutender war als heute. Das verfallene Berg-f schloß nimmt die Stelle des alten Kotyäon Flusse Thymbres in Phrygien ein. Viele Basreliefs mit Inschriften aus dem Altertum finden sich teils auf dem Kirchhofe, teils in den Häusern eingemauert. Hier schloß 4. Mai 1833 Mehemed-Ali von Agypten Frieden mit der Pforte.