Katöna (Joseph), ungar. Dramatiker, geb. 11. Nov. 1792 in Kecskemet, studierte in Pest die Rechte, beschäftigte sich aber mehr mit dem ungar. Theater. Er übersetzte zahlreiche Stücke aus dem Deutschen und schrieb 1815 seine Tragödie „Bänkbanuso (Budapest 1821, deutsch von Ad. Dux, Lpz. 1856), die aber infolge eines Verbots der Censur nicht zur Darstellung gelangte. Im J. 1820 wurde K. als städtischer Fiskal in seiner Vaterstadt, wo er schon 2. Nov. 1830 starb. Seine Jugenddramen aus den J. 1812—14 stehen unter dem Einfluß des deutschen Ritterschauspiels und zeigen wenig Selbständigkeit; sein Bänkbanuso (4 Die Ermordung der Gattin Andreas' II. von Ungarno, 1213; denselben Stoff bearbeitete Grillparzer in seinem Drama Ein treuer Diener seines Herrno) ist die beste ungar. Tragödie und eins der wirksamsten ungar. Bühnenstücke. K. schrieb auch «liber die Pußten Kecskemetsv (1823; deutsch in Hormayrs «Archivo, 1824) und eine unvollendete 4Geschichte Keeskeméts „ (Pest 1834). Seine Werke gab L. Abati (3 Bde., Pest 1880) heraus. Vgl. P. Gyulai, K. és Bänkbänjero (4K. und sein Bankbanus », 2. Aufl., Budapest 1883); Heinrich, „Bänkbän a német költészetbeno (4Bankbanus in der deutschen Dichtungo, Budapest 1875).