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GeschichteBrockhaus 1882

Keitum, Hauptort der schleswigschen Insel Sylt, Kreis Tondern, mit (1880) 845 E., die Schifffahrt und Austernfang treiben. Im Hafen dieses Ortes landen jetzt die Dampfer, denen ein langer, sich ins Meer ziehender Damm das Anlanden erleichtert. Eine Stunde entfernt ist Westerland, der Keif, s. Kef. leigentliche Badeort. Kejstut, Fürst von Litauen, geb. 1297, gest. 1382, war ein Sohn des Großfürsten Gedimin und erhielt nach dessen Tode das Teilfürstentum Troki. Er war ein geschworener Feind des Deutschen Ordens, besiegte denselben mit seinem Bruder Olgerd, der dem Vater auf dem großfürstl. Throne folgte, 1347, verwüstete das Land und machte reiche Beute. Auch später unterstützte er Olgerd in allen seinen Unternehmungen sowohl gegen den Orden als auch gegen die Masuren und Polen. Nach dem Tode Olgerds ließ ihn dessen Sohn Jagello, der auf die Seite des Deutschen Ordens trat, ermorden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 222Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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