Kerka (bei den alten Geographen Titius), Fluß in Dalmatien, einst der Grenzfluß zwischen Dalmatien und Liburnien, entspringt aus einer Felsenhöhle 14 kmeöstlich vom Flecken Knin und fließt, mit mehrern Bächen vereinigt und an einzelnen Stellen Katarakte bildend, in der Richtung zuerst von O. nach W., hierauf von N. nach S. bis 5 km oberhalb von Scardona, dann in westl. Richtung zum Meere, das er bei Sebenico erreicht. Von der Mündung ins Meer bis zum Wasserfall bei Scardona wird die Kerka selbst bei niedrigem Wasserstande mit Segelschiffen, zwischen den obern Katarakten mit Kähnen befahren. Die Fahrt ist wegen der grotesken Felsmassen, zwischen denen sich der Fluß durchwindet, sehr anziehend.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 240Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei