Kienholz nennt man stark mit Harz durchtränktes Kiefernholz, welches seiner leichten Brennbarkeit wegen zum Unterzünden angewendet wird, um anderes Brennmaterial, Holz oder Kohlen u. dgl., in Brand zu setzen, vor Einführung des Petroleums in einigen Kieferngegenden Norddeutschlands (Lausitz u. s. w.) auch von armen Leuten zur Beleuchtung verwendet wurde. Ganz besonders 8 eigentliches K. noch gesucht zur Teerschwelerei. Kieniges, d. h. harzreiches Kiefernholz wird wegen seiner Dauerhaftigkeit sehr gut bezahlt. Ganz ausgezeichnet ist dadurch die amerik. Pinus rigida, deshalb zum Schiffbau vorzugsweise tauglich. Das Kernholz alter Kiefern ist meist besonders kienig und gesuchte Ware. Eine Verkienung des Holzes kann aber auch Folge von Verletzungen oder Krankheit sein. Bei allen harzführenden Nadelhölzern (also nicht bei der Tanne), vorzugsweise aber bei den Kiefern wird der durch irgend eine äußere Verletzung der Rinde beraubte bloßgelegte Splint mit Harz durchtränkt und es bildet sich K.