FeedKienruß
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Kienruß nennt man die aus fast reinem Kohlenstoff bestehende lockere schwarze Masse, die durch Verbrennung bei beschränktem Luftzutritt und Abkühlung aus bligen und harzigen Körpern gewonnen und zur Bereitung von schwarzer Farbe, namentlich Druckfarbe, verwendet wird. Häufig wird die Kienrußbrennerei neben der Harzsiederei betrieben, indem die bei letzterer abfallenden Harzgriefen noch zum Kienrußbrennen benutzt werden. Den meisten K. gewinnt man in Thüringen, am Harz. Auch wird viel K. aus Schweden und Rußland ausgeführt. Seit der Einführung der fabrikmäßigen Darstellung der Ol⸗ und Lampenruße (Kunstruße), welche ausschließlich zur Bereitung der Buchdruck- und Steindruckfarben Verwendung finden, hat der K. an Bedeutung eingebüßt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 265Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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