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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Ruß, m., 1. franz. suie, f. engl. soot. Die bei Verbrennung organischer Körper nicht vollständig verbrannten, im Rauch (s. d.) entweichenden Theile hängen sich bei Erkaltung u. genugsamer Konzentrirung an feste Körper als R. an. Man unterscheidet bes.: a) Glanzruß, ein durch Wärme ausgetrockneter Theer, setzt sich in Schornsteinen in Form einer mit öligen Theilen durchdrungenen Kruste an; ist feuerfangend und giebt daher oft Veranlassung zu Essenbränden. Man verbraucht ihn bes. zu Rußbrann, Bisler (. d.). Der Glanzruß, welcher von Verbrennung thierischer, od. von thierischen Theilen durchdrungener Körper herrührt, enthält Ammonium od. Salmiak; der R. einiger Torfärten, Braunkohlen u. Steinkohlen ist arsenikhaltig. b) Flugruß, ziemlich reine Kohle mit zufälligen Gemengtheilen u. Spuren von Oel, setzt sich flockig an; man benutzt bes. Lampenruß, noch allgemeiner den durch absichtliche unvollkommene Verbrennung kohlenstoffreicher Körper gewonnenen Kienruß (s. d.) für den technischen Gebrauch. — 2. Ratürlicher R. (Bergb.), zwischen fetten Steinkohlen gebrochene schwarze Erde, die eine gute schwarze Farbe giebt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 86Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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