Asparägus L., Spargel, Pflanzengattung aus der Familie der Liliacken. Ihre Arten sind teils ausdauernde Kräuter mit kriechendem Wurzelstock, teils aufrechte oder kletternde Halbsträucher und Sträucher, manche mit starken Stacheln bewaffnet. Ihre zuerst sich entwickelnden Blätter sind stets trockenhäutige Schuppen, die spätern lineal- oder Ein Wuschel weich oder steif, selbst stechend, immer in Büschel gestellt. Die Blüten stehen einzeln oder gebüschelt an den Seiten der Zweige, sind zwitterlich oder durch Verkümmerung des einen der beiden Geschlechtsorgane zweihäusig, und haben ein glockenförmiges Perigon. Aus dem D. oberständigen Fruchtknoten elart. eine kugelige, sechssamige Beere. Die Spargelarten kommen sehr zerstreut auf der Erdoberfläche vor, die meisten wachsen in Asien. Zu den krautartigen ge ört der in den Küstengegenden Südeuropas und selbst noch Englands wild wachsende und auch in Deutschland an Flußufern (z. B. am Elbufer) verwildert vorkommende gemeine oder ahen als Ger A. officinalis L., welcher allenthalben als Gemüsepflanze angebaut wird. (S. Spargel.) Unter den strauchigen Arten kommen im südl. Europa am häufigsten vor: A. acutifolius L., mit kletternden Stämmen und Ästen und steifen, nadelförmigen Blättern; A. albus L., mit weißen, stacheligen Zweigen. Eine sehr merkwürdige Pflanze ist der in Spanien und Griechenland wachsende A. horridus L., ein von Dornen starrender Strauch ohne Blätter, dessen junge krautige und saftige Sprossen in Südspanien und auf den Balearen gleich unserm Spargel benutzt und gegessen werden. In allen Spargelarten, namentlich aber in den saftigen Schößlingen des angebauten Spargels, findet sich ein eigentümlicher (übrigens auch in vielen andern Pflanzen vorkom⸗