Klonowicz (Sebastian), latinisiert Acernus, poln. Dichter, geb. 1551 in Sulmierzyce im Posenschen, ward Stadtbeamter in Lemberg, darauf Bürgermeister in Lublin, von wo aus er zu Schiffe Danzig besuchte, was ihm zu dem Gedichte EFlisv (Der Flößero, Krakau 1595; neue Ausg., Kulm 1862) Veranlassung gab. Diesem folgte das satirische Gedicht „Worek Judasz6wo (Der Beutel der Judasser, Krakau 1600), worin er den Wucher und jegliche Unredlichkeit bekämpft. Sein lat. Gedicht „Roxolanias (Krakau 1584) enthält eine lebensvolle Darstellung von Ruthenien, während er wieder in der Satire Victoria Deorum, in qua continetur veri herois educatiop (1600) die Schwächen seiner Zeit, insbesondere den Hochmut und die Sittenlosigkeit des Adels geißelt. In andern Schriften trat er gegen die Umtriebe der Jesuiten auf. Daher wurden seine Werke verboten und verbrannt und er starb mittellos in einem Auette eartenen in Lublin um 1608. Seine poln. Gedichte erschienen gesammelt (Lpz. 1836 u. Krakau 1858).