FeedKlostergrab
ErdkundeBrockhaus 1882

Klostergrab, Stadt in Böhmen, Bezirkshauptmannschaft Teplitz, Gerichtsbezirk Dux, Station der Prag-Duxer Eisenbahn, hat eine bedeutende Wollwirkwarenfabrik und zählt (1880) 1660 E. deutscher Zunge. Der Name rührt von den ehenaligen Silbergruben her, die das Kloster Osseg daselbst unterhielt. Kaiser Rudolf II. erhob die Stadt zur Bergstadt. Nach zeitweiliger Auflösung des Osseger Stifts 1580 kam die Stadt an das Erzbistum Prag. Die Reformation fand hier viele Anhänger, durch deren Zuthun der Bau einer Kirche zu Stande kam. Der Erzbischof ließ sie sperren und 1616 mit Gewalt zerstören. Ein Gleiches geschah zu Braunau. Das war der nächste Anstoß zu den Verwickelungen, die den Dreißigjährigen Krieg herbeigeführt haben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 354Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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