Knidos (lat. Cnidus oder Gnidus), Stadt der kleinasiat. Dorier, auf dem Vorgebirge Triopion (jetzt Kap Krio), der westlichsten Spitze des von der Küste Kariens weit gegen Westen vorspringenden, den Keramischen Meerbusen im Süden begrenzenden knidischen Chersones gelegen, mit zwei Häfen, stattlichen Heiligtümern und öffentlichen Gebäuden. Die Hauptsehenswürdigkeit war die Marmorstatue der Aphrodite von Praxiteles. Später soll die Statue, zufolge einer nicht ganz sichern überlieferung, nach Konstantinopel in das sog. Lauseiox (Palast des Lausos) gebracht worden und beim Brande desselben, 476 n. Chr., zu Grunde gegangen sein. Berühmte Männer aus K. waren der Arzt und Historiker Ktesias, der Mathematiker Eudoxos und der Geograph Agatharchides. In der Nähe der Stadt wurde 394 v. Chr. die spartan. Flotte von der vereinigten persisch-athenischen unter Führung des Konon geschlagen. Die Ruinen von K. hat Newton (&History of discoveries at Halicarnassus, Cnidus and Branchidaen, Lond. 1862, und «Travels and discoveries in the Levantv, 2 Bde., Lond. 1865) erforscht.