Knoll (Konrad), Bildhauer, geb. zu Bergzabern 9. Sept. 1829, ging aus den Schulen von Karlsruhe (seit c1845), Stuttgart und München hervor. Seine Richtung bekundete sich frühzeitig als die der altdeutschen Romantik, doch bewies K. später, daß ihm auch die Empfindung für klassische Formen nicht mangelt. Ein Beispiel war die Marmorsigur der Sappho, welche er 1870 für den König von Bayern fertigte. Seiner frühern Zeit gehören die Arbeiten für die Wartburg, der 1856 vollendete Tanhäuserschild und ein Prunkpokal anläßlich des Jubelfestes der Burschenschaft in Jena an. Für einen Kunstfreund in Kiel entstand die Germania, für Bergzabern das Modell einer Brunnenfigur Wolframs von Eschenbach. Sein bestes Werk zt, sind unter C aufzusuchen. erhielt München, den Fischbrunnen am Rathausplatze (1865), dessen Figuren die alte Sitte des sog. fur Bramaud. darstellen. Das Denkmal Palms für Braunau, der Lutherbrunnen für Eisenach und eine Kun Elisabeth für die Warthurg gewannen dem Künstler gleichfalls vielfachen Beifall, weniger befriedigt das Reformationsdenkmal für Kaiserslautern. K. zeichnet sich auch als stilvoller Porträtist aus. Die Büsten des Deutschen Kaisers (1873), Beethovens (1870) und des Historikers Häusser in Heidelberg sind in dieser Hinsicht vorzugsweise zu erwähnen. Seit 1868 ist K. Professor an der Polytechnischen Hochschule in München.