Knorpelgeschwulst (enchondröma), krankhafte, meist rundliche oder knollige, vorzugsweiseaus Knorpelgewebe bestehende Geschwulst, die bisweilen die Größe eines Kinderkopfes erreicht und am häufigsten von den Knochen, insbesondere von den kurzen Röhrenknochen der Finger und Zehen, seltener von drüsigen Organen (Speicheldrüsen, Hoden, Cierstock) ausgeht. Die K. entwickelt sich vorwiegend im jugendlichen Alter, wächst im allgemeinen nur langsam und kann nur durch Operation entfernt werden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 376Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei