Koesfeld (gesprochen Kohsfeld), Kreisstadt in der preuß. Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Münster, an der Berkel, 16 Em im NNW. von Dülmen, Station der Linie Oberhausen-Rheine-Quakenbrück der Preußischen Staatsbahnen und der Bahn Dortmund-Gronau-Enschede, ist Sitz eines Landratsamts und eines Amtsgerichts, hat zwei Schlösser, von denen die Ludgeriburg die Residenz der Bischöfe von Münster war, ein kath. Gymnasium, Waisenhaus, Lederfabriken, Druckerei und Färberei, vier mechanische Webereien, eine Dampfmahlmühle, eine Dampfsägemühle, Dampfbrennerei und Brauerei, ein Kupferwalzwerk und zählt (1880) 4154 meist kath. E. Die Landgemeinde K. hat 2704 E. und das Schloß Varlar, die Residenz der Fürsten und Rheingrafen zu Salm-Horstmar. 42013 CE. Der Kreis Koesfeld zählt (1880) auf 753