Koekkoek (spr. Kukkuk; Barend Cornelis), einer der vorzüglichsten neuern holländ. Landschaftsmaler, geb. 11. Okt. 1803 zu Middelburg in Holland, Sohn und Schüler des Marinemalers Johann Hermann K. (geb. 27. Aug. 1778, gest. 12. Jan. 1851). Vorherrschende Neigung führte ihn der Landschaftsmalerei zu, und die großen Meister, welche Holland in diesem Fache hervorgebracht hat, dienten ihm während seines dreijährigen Aufenthalts in Amsterdam als Muster. Seinen Unterricht genoß er besonders durch Schelfhout und van Oos. Auch im Aguarell und in der Lithographie leistete er Treffliches. Was seine Werke besonders auszeichnet, ist die große Treue in der Wiedergabe der Natur, vereint mit einer seltenen Poesie der Auffassung. Seit 1841 lebte er in Kleve, wo er eine Zeichenschule errichtete und 5. April 1862 starb. Von ihm erschienen 1841 in Amsterdam (Erinnerungen und Mitteilungen eines Landschaftsmalersv. Von seinen drei jüngern Brüdern, die sich sämtlich als Künstler einen geachteten Namen erworben haben, starb Johannes K. (geb. 8. Dez. 1811), zu Breda 28. April 1831; von den beiden andern wirkte Marinus Adrian K. (geb. 25. Sept. 1807) in Hilversum und Hermann K. (geb. 13. März 1815) zu Amsterdam. Des letztern Söhne, Johann Hermann und Johann Hermann Barend K., zeichnen sich als Marinemaler aus. Koämtion (coëmtio), im alten Rom eine Form der Eheschließung durch Scheinkauf. (S. unter Ehe, Bd. V, S. 7843.)